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Archive for Juni 2013

Es sind keine zwei Monate mehr bis das Haldern Pop Festival startet. Dieses Festival besticht durch eine überschaubare Besucherzahl und eine besonders relaxten Atmosphäre. Ein Paradies für Indie-Freaks, die es gerne etwas ruhiger mögen, und das spiegelt sich auch im LineUp wieder. Eine der Bands, die aus dieser „ruhigen Masse“ heraussticht ist Metz aus Toronto, Kanada. Ihr Markenzeichen ist kraftstrotzender Noise Rock: laut, kompromisslos, messerscharf und liebevoll in kurze Punksongs verpackt. Ihr Debut ist eine meiner meistgehörten Platten in den letzten Monaten und ich kann den Auftritt der drei Herren anfang August kaum erwarten. Nun denn, so eröffne ich das Wochenende mit „Kopfschmerzen“.

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COVER-comingbacksoon-jpg Minimal choral ist der Empfang in ein Album, das schon mit dem ersten echten Song „Parades“ klar macht: hier beherrscht der Blues das Geschehen. Genauso klassisch mutet auch die Besetzung aus Gitarre/Gesang (Martin Arlo Kroll) und Schlagzeug (Johannes Woodrow Wagner) an, doch die Musik der Great Faults geht über die Grenzen des normalen Blues Rocks hinaus. Die Gitarre krächzt und stöhnt, aber schwingt auch immer wieder mal ganz gelassen, wie beim Song „Childsname“, oder tanzt, wie beim Folgestück „Ring“. Dazu bringt das Schlagzeug eine ganz eigene Dynamik in den Sound der Band. Das macht dann auch den gehörigen Unterschied zu den bekannten, modernen Blues Duos, wie bspw. den White Stripes oder den Black Keys, aus. Der Stil der Great Faults ist dagegen stark beeinflusst durch den Indie Rock in seiner Breite, d.h. den Hörer erwartet quasi eine melodieverliebte Abwandlung des Blues, der seine Schwere abgelegt hat, stattdessen eher locker daherkommt und stellenweise zu überraschen vermag. So erinnert der ein oder andere Song bspw. an den Stil der Kings of Leon, nur dass der Hörer hier nicht von einer Soundwand erschlagen wird. Bei der Produktion hat man sich auf das Wesentliche konzentriert, das klingt vor allem ehrlich und lässt erahnen, dass die Jungs auch live einiges drauf haben. Man merkt, sie beherrschen ihre Instrumente und der Gesang von Martin Arlo Kroll, manch einer kennt ihn vielleicht noch von seiner Band Chelsy, sei hiermit noch ausdrücklich positiv erwähnt.

Mit Coming Back Soon legen The Great Faults aus Mülheim an der Ruhr ein sehr gutes Debut vor. Es zeigt, dass in der deutschen Indieszene einfach mehr geht als nur der so weit verbreitete Betroffenheitspop. Hier ist kein Pathos zu spüren, stattdessen eine ordentliche Portion Spielfreude. Das gesamte Album ist stimmig und vor allem kurzweilig. Daumen hoch!

The Great Faults – Coming Back Soon

erscheint am: 28.06.2013
Anspieltipps: „Ring“, „No, No“, „Timetable“
http://www.thegreatfaults.de

Und Außerdem:
Wer die beiden live erleben möchte, hat die Möglichkeit sie auf der derzeit laufenden Tour zu erwischen:

08/06 Kleve, Radhaus
13/06 Köln, Tsunami
15/06 Emmerich, Rock Over Festival
15/06 Bonn, Kult 41
27/06 Essen, Templebar
28/06 Göttingen, Pools
29/06 Berlin, Trickster
20/07 Burg Herzberg Festival
25/10 Stockholm, Southside

greatfaultsbandpic

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In stressigen Zeiten gibt es Songs, die wie ein wahre Wohltat wirken können, und „Earthquake“ von This Is The Kit ist genau einer dieser Songs. Die Musik der Band um die Wahl-Pariserin Kate Stables zeichnet sich eigentlich durch feinsten Folk mit starkem Gespür für Melodie und einer geradezu minimalistischer Instrumentierung, die dann doch nach „mehr“ klingt.
In „Earthquake“ herrscht die Monotonie. Der Song wirkt wie ein Rausch, hypnotisierend, durch einen einfach Grundrythmus und ständig wiederkehrenden Akkordfolgen. Dazu singt Kate Stables wie ein einer Trance. Das ganze erinnert an den Psychedelic der 60er Jahre mit einer gewissen Leichtigkeit, die den Song ideal für tatenloses Abhängen, als Einschlaflied oder für einen behutsamen Start in Tag qualifiziert.

P.S. In den nächsten Wochen habe ich endlich wieder etwas mehr Luft, dann gibt es auch wieder mehr von mir zu lesen. Da wartet schon einiges in der Schublade.

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