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Archive for Mai 2013

Ach, heute gibt es mal zwei Videovorstellungen von mir. Die Tage bin ich über ein Video des britischen Singer-Songwriters Neil Halstead gestoßen. Dieses ist einfach so traumhaft schön, dass es fast schon eine Schande wäre, es nicht zu teilen.
Bei diesem Song hört man unweigerlich den Einfluss von Nick Drake. Dieses markante Gitarrenspiel, die Stimmung und die Melancholie, die bedrückender nicht sein kann, aber den Hörer dennoch watteweich einhüllt. Das sind genau die Merkmale, die Nick Drake so besonders gemacht haben, und selbst Neil Halsteads Gesangsstimme gleicht in dieser Aufnahme, trotz einer nicht zu verachtenden Wärme, die der des Altmeisters. Ein Song zum Fallen lassen und Träumen.

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Lucy Rose ist eine der Künstlerinnen, deren Musik beim initialen Hören als unscheinbar, gar beliebig wirkt. Doch wenn man ihr die Chance lässt merkt man ganz unweigerlich, dass diese Melodien nicht mehr so schnell aus dem Kopf verschwinden wollen, sobald sie einmal dort angekommen sind. Die junge Britin nennt Joni Mitchell ihr großes Vorbild und das merkt man auch ihrer Musik an. Hier steht ganz klar das Songwriting im Vordergrund, dazu gesellt sich ein ausgeprägter Spürsinn für Folk und Pop, der Tradition mit Moderne verschmelzen lässt. Lucy Rose braucht sich ganz sicher nicht hinter den jungen, männlichen Vertreter der Zunft verstecken, die in letzter Zeit so in aller Munde sind.

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Beinah wäre ich dabei gewesen, als die hervorragenden Jaga Jazzist ihren lang gehegten Traum, einmal zusammen mit einem Sinfonieorchester aufzutreten, wahr machten. Die Tickets waren bereits reserviert, doch Probleme mit der Kreditkarte u.a. verhinderten letztlich doch den ersehnten Besuch.
Nun erschien vor ein paar Tagen mit Live With Britten Sinfonia das Livealbum zu diesem Event. Behutsam wird der Hörer in eine Klangwelt eingeführt, die ein Kopfkino aktiviert, wie es jeder vom allseits bekannten, musikalischen Märchen „Peter und der Wolf“ her kennt. Erst spät setz dazu das Saxophon von Lars Horntveth ein und präsentiert das Thema von „One-Armed Bandit“. (Das verlinkte Video startet genau an diesem Punkt.) Was von da an folgt, ist eine feine Verwebung des elektronisch wabernden NuJazz mit einem Sinfonieorchester, das den Sound der Jaga Jazzist aufgreift, unterstützt, erweitert und den Solisten der Band eine zuvor nie dagewesene Freiheit lässt. Besonders hervorzuheben sind dabei die Stücke „Bananfluer Overalt“ und „Oslo Skyline“, das mit seinem wuchtigen Abschluss nochmal alle Gefühle aufwirbelt und den Hörer letztlich glücklich und zufrieden aus diesem Werk entlässt.
Kurz: Dieses Livealbum ist einfach unglaublich gut! Und es eignet sich auch besonders gut als Soundtrack für einen wunderbar sonnigen Sonntag Morgen, an dem man einfach mal im Bett liegen bleiben möchte.

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Es ist nun schon ein paar Tage her, dass The Joy Formidable im Hamburger Knust spielten. Aber die Fotos von diesem Abend sind ganz gut geworden und es wäre einfach zu schade, diese ungesehen im Archiv verschwinden zu lassen.

Ich kann mich noch gut daran erinnern, dass ich diese Band erst ein paar Tage zuvor richtig für mich entdeckt hatte. Somit war mir nicht wirklich klar, was da auf mich zukommt, aber ich sollte auch nicht enttäuscht werden. Das Wetter hatte an diesem Tag wunderbar mitgespielt, selbst in Hamburg, und somit stieg die Laune auch auf ein hohes positives Niveau.

Die Vorband We Are Animal stammt, wie auch The Joy Formidable, aus dem beschaulichen Wales. Und nicht nur das haben beide Bands des Abends gemein, so sind diese auch in die Alternative Rock Ecke zu stecken/zu prügeln/einzupferchen, gewürzt mit einem gewissen Hang zu Noise. Wobei We Are Animal dabei eher dem Punk zugewandt sind und The Joy Formidable dagegen dem Sound von Sonic Youth, jedoch um einiges straighter. Jedenfalls machten die Jungs ordentlich Druck auf der Bühne und dies wusste zu gefallen!

We Are Animal

Das erste, das mir in den Kopf kam als ich den Bühnen“aufbau“ von The Joy Formidable sah: „They have a f*cking gong!“ Und dieser Gong sollte auch ein paar mal zu Einsatz kommen, dabei fügte er sich wunderbar in das wuchtigen Zusammenspiel von feedbackhungriger Gitarre, treibendem Bass, elektronischen Spielereien und den wie Leistungsport anmutenden Aktivitäten des Schlagzeugers, der gegen Ende des Abends mit seiner Ananas schon ein klein wenig schräg wirkte. Sängerin und Gitarristin Ritzy agierte wie ein wahres Energiebündel mit einer enormen Bühnenpräsenz. Dabei wechselte die kleine Dame immer wieder von purer Spielfreude, sie hüpfte regelrecht über die Bühne, zu einem bösen Blick, der jede Beziehung erzittern ließe. Mit „Silent Treatment“ wurde man aus angenehm aus dem Soundgewitter herausgerissen und es stellt sich für kurze Zeit eine gewisse Kuschelrock-Atmosphäre ein, um wenig später gleich wieder mit vollem Brett fortzufahren. Die Band hatte ohnehin gute Laune und teilte diese mit dem Publikum mittels witzigen Ansagen und kleinen Scherzen unterhalb der Bandmitglieder. Sehr schön war auch die eingeschobene Promotion für We Are Animal.
Dieser Abend war äußerst gelungen! Beide Acts des Abends stellten sich als tolle Livebands heraus und man kann nur jedem mit Hang zu lautem Indie/Alternative Rock empfehlen, sich dieses Bands mal näher anzuhören.

The Joy Formidable

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Ich bin viel unterwegs zur Zeit, so auch heute. Am Abend findet sich José González mit seinen Jungs von Junip im Hamburger Hochbunkerklub Uebel & Gefährlich ein, um das Publikum mit derbsten Softrock so richtig einzuheizen. Wer hier aus Hamburg mitliest, sollte sich das nicht entgehen lassen! Es gibt noch Karten an der Abendkasse.

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