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Archive for the ‘Album’ Category

Eine meiner liebsten Bands, die mich nun auch schon sehr lange begleitet, British Sea Power, hat Anfang dieser Woche ihr sechstes Studioalbum „Let The Dancers Inherit The Party“ für den 31. März 2017 angekündigt und lieferte gleich die erste Singleauskopplung in Form von „Bad Bohemian“ mit. Der neue Song überrascht zwar nicht mit verrückten, neuen Ideen, die Band bleibt sich und ihrem Sound im Grunde sehr treu, aber diese Melodie hat sich in den lezten drei Tagen schon ziemlich tief in meinen Gehörgang gegraben. Ich freue mich jedenfalls schon riesig auf das neue Album und hoffe inständig, dass British Sea in diesem Jahr auch wieder live nach Deutschland kommen.

 

P.S. Ich tu mal so, als wenn ich nicht 3 Jahre nicht mehr da gewesen bin. Ich versuche demnächst immer wieder mal neue Sachen hochzuladen.

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British Sea Power haben mit From The Sea To The Land Beyond einen tollen Soundtrack zur gleichnamigen BBC Dokumentation veröffentlicht. Darauf finden sich allerhand bekannte Songs der Band, die extra für diesen Soundtrack neu arrangiert wurden. Die starken Melodien sind geblieben, die Instrumentierung ist jedoch ruhig, reich und ausladend, aber ohne jeglichen Hang zum Kitsch oder Überladenen. Eine lange musikalische Reise, die zum Träumen einläd. Empfehlung!

Außerdem: Zum Album (die DoppelLP übrigens in schönem, transparenten Seegrün) gibt es gleich die DVD mit der Doku dazu.

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Es ist nicht das erste Mal, dass ich über die tollen Dead Wolf Club schreibe. Aber hiermit, viel später als geplant, möchte ich das bereits im Februar erschienene, zweite Album dieser NoiseRock Combo aus England vorstellen. Besser spät als nie.
RAR knüpft dort an, wo das Debut Dead Wolf Club aufgehört hatte, doch das zweite Album klingt im Vergleich ein ganzes Stück reifer. Das liegt zum Einen an dem ausgereifteren Songwriting und zum Anderen ist die Produktion deutlich gelungener als noch auf dem Erstlingswerk. Produktionstechnisch ist man immer noch weit entfernt vom Indie-Mainstream und das ist auch gut so. Der kleine Hang zum Unperfekten tut den Songs gut, die sich irgendwo zwischen Wave, Noise Rock und Post Punk, die Band selbst nennt es Dark Punk, bewegen. Von Zeit zu Zeit schimmert auch eine gewisse Poppigkeit durch, wie bspw. bei dem Song „Go“. Der Fokus von Dead Wolf Club liegt aber eindeutig bei den lauteren Tönen, oder besser gesagt dem Wechsel zwischen Laut und Leise. So ist die erste Single, „Strange Letters“, ein wunderbares Beispiel dafür, was den Hörer auf diesem Album erwartet.

Mit diesem Song zeigt sich auch die Stimmung, die dem Hörer, zumindest beim ersten Hören, entgegensspringt. Der Sound ist agressiv! Wut scheint ein treibendes Motiv zu sein. Aber umso mehr man sich auf diese Platte einlässt, hört man auch die anderen Seiten ihrer Musik und findet die Feinheiten hinter dem Krach. So kommt „A vs E“ deutlich relaxter daher und stilistisch irgendwo zwischen Shoegaze und Wave schwingt.

Neben den bereits genannten Titeln, seien noch „Dance To The Conflict“, dass vor allem durch den Wechselgesang zwischen Bassistin Martha und Sänger/Gitarrist John zu gefallen weiß, und der Song „Guerro“, der sich mit schnarrender/m Gitarre/Bass langsam aufbaut und auch durch den Sprechgesang ein klein wenig an Ikara Colt (Kennt die eigentlich noch jemand?) in Slow Motion erinnert, hervorgehoben.

RAR ist rundum gelungen! Ich kann dieses Album nur jedem ans Herz legen, der auch nur ein wenig mit Noise Rock und Post Punk etwas anfangen kann. Sicher wird hier nicht das Rad neu erfunden, aber dafür punktet dieses Werk mit einer wunderbar rauen Produkt, ordentlich Herzblut und vor allem: guten Songs! Kaufen!

Und nun noch zu einem kleinen Anliegen:

Die Band versucht gerade auf PledgeMusic eine neue EP über Crowdfunding zu finanzieren. Die Aktion läuft nur noch bis Mittwoch und wer der oben vorgestellten Musik etwas abgewinnen kann, möchte sich ja vielleicht daran beteiligen und wenn es nur die 5 Pfund Sterling sind, für die man die neuen Songs als Download erhält. Ihr könnt diese junge Band sehr glücklich machen!

http://www.pledgemusic.com/projects/deadwolfclub

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COVER-comingbacksoon-jpg Minimal choral ist der Empfang in ein Album, das schon mit dem ersten echten Song „Parades“ klar macht: hier beherrscht der Blues das Geschehen. Genauso klassisch mutet auch die Besetzung aus Gitarre/Gesang (Martin Arlo Kroll) und Schlagzeug (Johannes Woodrow Wagner) an, doch die Musik der Great Faults geht über die Grenzen des normalen Blues Rocks hinaus. Die Gitarre krächzt und stöhnt, aber schwingt auch immer wieder mal ganz gelassen, wie beim Song „Childsname“, oder tanzt, wie beim Folgestück „Ring“. Dazu bringt das Schlagzeug eine ganz eigene Dynamik in den Sound der Band. Das macht dann auch den gehörigen Unterschied zu den bekannten, modernen Blues Duos, wie bspw. den White Stripes oder den Black Keys, aus. Der Stil der Great Faults ist dagegen stark beeinflusst durch den Indie Rock in seiner Breite, d.h. den Hörer erwartet quasi eine melodieverliebte Abwandlung des Blues, der seine Schwere abgelegt hat, stattdessen eher locker daherkommt und stellenweise zu überraschen vermag. So erinnert der ein oder andere Song bspw. an den Stil der Kings of Leon, nur dass der Hörer hier nicht von einer Soundwand erschlagen wird. Bei der Produktion hat man sich auf das Wesentliche konzentriert, das klingt vor allem ehrlich und lässt erahnen, dass die Jungs auch live einiges drauf haben. Man merkt, sie beherrschen ihre Instrumente und der Gesang von Martin Arlo Kroll, manch einer kennt ihn vielleicht noch von seiner Band Chelsy, sei hiermit noch ausdrücklich positiv erwähnt.

Mit Coming Back Soon legen The Great Faults aus Mülheim an der Ruhr ein sehr gutes Debut vor. Es zeigt, dass in der deutschen Indieszene einfach mehr geht als nur der so weit verbreitete Betroffenheitspop. Hier ist kein Pathos zu spüren, stattdessen eine ordentliche Portion Spielfreude. Das gesamte Album ist stimmig und vor allem kurzweilig. Daumen hoch!

The Great Faults – Coming Back Soon

erscheint am: 28.06.2013
Anspieltipps: „Ring“, „No, No“, „Timetable“
http://www.thegreatfaults.de

Und Außerdem:
Wer die beiden live erleben möchte, hat die Möglichkeit sie auf der derzeit laufenden Tour zu erwischen:

08/06 Kleve, Radhaus
13/06 Köln, Tsunami
15/06 Emmerich, Rock Over Festival
15/06 Bonn, Kult 41
27/06 Essen, Templebar
28/06 Göttingen, Pools
29/06 Berlin, Trickster
20/07 Burg Herzberg Festival
25/10 Stockholm, Southside

greatfaultsbandpic

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Beinah wäre ich dabei gewesen, als die hervorragenden Jaga Jazzist ihren lang gehegten Traum, einmal zusammen mit einem Sinfonieorchester aufzutreten, wahr machten. Die Tickets waren bereits reserviert, doch Probleme mit der Kreditkarte u.a. verhinderten letztlich doch den ersehnten Besuch.
Nun erschien vor ein paar Tagen mit Live With Britten Sinfonia das Livealbum zu diesem Event. Behutsam wird der Hörer in eine Klangwelt eingeführt, die ein Kopfkino aktiviert, wie es jeder vom allseits bekannten, musikalischen Märchen „Peter und der Wolf“ her kennt. Erst spät setz dazu das Saxophon von Lars Horntveth ein und präsentiert das Thema von „One-Armed Bandit“. (Das verlinkte Video startet genau an diesem Punkt.) Was von da an folgt, ist eine feine Verwebung des elektronisch wabernden NuJazz mit einem Sinfonieorchester, das den Sound der Jaga Jazzist aufgreift, unterstützt, erweitert und den Solisten der Band eine zuvor nie dagewesene Freiheit lässt. Besonders hervorzuheben sind dabei die Stücke „Bananfluer Overalt“ und „Oslo Skyline“, das mit seinem wuchtigen Abschluss nochmal alle Gefühle aufwirbelt und den Hörer letztlich glücklich und zufrieden aus diesem Werk entlässt.
Kurz: Dieses Livealbum ist einfach unglaublich gut! Und es eignet sich auch besonders gut als Soundtrack für einen wunderbar sonnigen Sonntag Morgen, an dem man einfach mal im Bett liegen bleiben möchte.

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Die amerikanische Singer-Songwriterin Robin Bacior hat am Freitag eine neue EP auf bandcamp veröffentlicht, die dort zudem kostenlos heruntergeladen werden kann, zumindestens bis zum 24.02.2013.

Anfang Dezember habe ich bereits ein wenig über sie geschrieben. Robin Bacior beeindruckt auch auf ihrer neuen EP I Left You, Still In Love durch eine tolle Gesangsstimme und dem wirklich schönen Zusammenspiel aus Gitarre bzw. Piano und Cello. Ihr Folk braucht sich nicht hinter den aktuellen, bekannteren Vertretern des Genres verstecken und man wünscht ihr inständig, dass sie mehr Beachtung erfährt. Vielleicht trage ich ja hiermit ein wenig dazu bei.

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Wieder möchte ich den radioeins Soundcheck zitieren:

Yo La Tengo haben, was alle wollen und doch nie finden: Einen Weg aus dem Wahnsinn. Wo die Welt zu schnell ist, wird diese Band langsam. Wo das Leben laut wird, sind Yo La Tengo leise. Und: Wo niemand mehr was sagen will, da legen sie erst los. Eine Wohltat.

Fanny Tanck (Journalistin)

Link

Es ist tatsächlich wieder ein richtig tolles Album geworden. Ich muss leider noch ein wenig auf meine bestellte Deluxevariante der LP warten, aber auf Spotify kann man das Album bereits hören. Für alle ohne Spotify gibt es (sicherlich zeitlich beschränkt) einen Stream auf pitchfork.com

-EDIT 18.01.2013- Der Link existiert zwar noch, aber das Album ist nicht mehr hörbar. Dafür habe ich ein paar Songs bei Soundcloud herausgesucht:

 

Spotify:

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