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Archive for the ‘Videoschau’ Category

Songs des Jahres 2012

Es ist wieder diese Jahreszeit in dem sich die Jahresrückblicke die Hand reichen. Wer wäre ich denn, wenn ich mich diesem Trend einfach verwähren würde? Hier ist also meine Auswahl der Songs des Jahres 2012:

1. Alt-J – Breezeblocks

Müsste ich nur einen einzigen Song wählen, der mich in diesem Jahr ganz besonders begeistert hat, dann ist es definitiv „Breezeblocks“. Dieser gemeine Ohrwurm mutet wie ein toller Liebessong an, dabei geht es aber über die krankhafte Liebe, die lieber tötet als loszulassen. Das Ganze ist verpackt in einen zackigen, abwechslungsreichen und einfach mitreißenden Song, der zum Mitträllern einlädt und dadurch nie wieder aus den Kopf gehen mag! Und ab in die Dauerschleife…

2. Hospitality – 8th Avenue

Die zweite Band, die mich in diesem Jahr so richtig beeindruckt hat, ist Hospitality. Mit ihrem gleichnamigen Debutalbum haben sie ein Paradebeispiel für eingängen IndiePop vorgelegt, der an vielen Ecken Referenzen der tollen Pavement durchblitzen lässt. Dieser Pop ist nicht schmalzig, sondern verdammt lässig und macht einfach nur gute Laune. „8th Avenue“ ist der erste Song auf einer exzellenten Platte, die leider viel zu wenig Beachtung gefunden hat.

3. Lisa Hinnigan – Knots

Und weiter geht es mit der guten Laune. Die bekomme ich immer wieder, wenn ich die Videos von Lisa Hannigan sehe, und ganz besonders bei ihrem Song „Knots“. Da steckt so viel Spaß und Herzblut drin, das reißt einfach mit. Dazu gesellt sich ein einfacher, aber effektiver Beat und ein Gesang der ein wenig wie ein Abzählreim anmutet. Aber es ist auch dieses „Einfache“, das diesen Song glänzen lässt.

4. We Are Augustines – Chapel Song

We Are Augustines habe ich das erste Mal auf dem diesjährigen Hurricane live gesehen. Sie spielten als erste Band früh morgens auf der Hauptbühne, es hatte sich Dauerregen eingestellt und dennoch wollte ich sie unbedingt live sehen, wegen diesem einen Song: „Chapel Song“. Dieser besticht ebenso durch einen recht simplen Beat und einer recht einfachen Gitarrenlinie. Dazu wird eine Geschichte erzählt, die traurig und hoffnungsvoll zugleich ist. Ein Song den man entweder lauthals mitsingt, das Schlagzeug beatboxmäßig nachahmt oder sich beim Nachahmen der Gitarre erwischt. Jedenfalls ist dieser Song ein Hit geworden, und das zu Recht!

5. Django Django – Default

Django Django ist eine Band, die hat eine gewissen Hype erlebt hat, der sich aber komischerweise doch nur sehr eingeschränkt verbreitete. Es wird oft von einer Nähe zu Alt-J geschrieben, da beide Bands ihre Songs am Computer austüftelten, diese aber im Endeffekt doch auf ihre Art sehr handgemacht klingen. Django Django insbesondere könnte bspw. musikalisch so beschrieben werden: Sie klingen wie eine Psychedelic Band aus den 60ern, die mit einer Zeitmaschinen es irgendwie in die Mitte des 21. Jahrhundert geschafft haben und auf der Rückreise im Jahr 2012 hängengeblieben sind. Ihre Musik hypnotisch, modern und vor allem ist sie tanzbar.

6. Lemolo – Letters

Über Lemolo brauche ich eigentlich nicht mehr viele Wort verlieren. „Letters“ ist mein liebster Song auf dem Album und berührt durch eine tiefe Emotionalität und Spielfreude.

7. Dan Mangan – About As Helpful as You Can Get Without Being Any Help At All

Den Singer-Songwriter Dan Mangan habe ich in diesem Jahr ganze drei Mal live gesehen und es war jedes Mal ein Erlebnis. Seine Songs sprechen mir aus dem Herzen und so ist es auch bei „About As Heplful…“. Dieser Song ist reich in seiner Instrumentierung, dazu singt der Herr Mangan mit seiner bärigen Stimme über ein Leben, das es mit einem nicht so gut zu meinen scheint, aber auch dass man es selbst in der Hand hat, daran etwas zu ändern:

Everything’s changing, I almost forgot it
Then I remembered

8. Dear Reader – Monkey

Ähnlich nachdenklich geht es im Song von Dear Reader zu. „Monkey“ handelt von dem Streben, ein perfekter Mensch zu sein, und fragt dann zu recht: „Why would you want to be great anyway?“ Dear Reader haben mit ihrem aktuellen Album wunderschönen Kammerpop vorgelegt. „Monkey“ ist nur einer von vielen sehr guten Songs auf dieser Scheibe. Da heißt es nur: Einen guten Rotwein aufmachen, sich auf der Couch einkuscheln und genießen!

9. Future of the Left – Polymers Are Forever

Future of the Left ist die Nachfolgeband, der walisischen Noise Rock Helden McLusky. Ihr 2012er Album The Plot Against Common Sense ist sehr abwechslungsreich und vor allem LAUT! In diesem Moment vermisst man McLusky auch nicht mehr. „Polymers Are Forever“ war die erste Single dieses Album und besticht durch einen sehr interessanten Songaufbau. So beginnt er sehr kraftvoll mit verzerrter Gitarre, treibenden Bass und dem typischen Gesang von Andy Falkous, bis das Tempo wechselt und der Song sich in einer Art choralen Trance langsam aufschaukelt. Und Hey, dazu gibt es auch noch eine umweltpolitische Aussage.

10. Deerhoof – Breakup Songs

Zu guter Letzt gibt es noch ein ganz besonderes Stück der fabelhaften Band Deerhoof. „Breakup Songs“ ist genau das, was der Name auch vorgibt: Eine Ansammlung von Emotionen, ausgedrückt in kreischenden und quietschenden Gitarren. Dazu kommt der kindliche Kunstgesang von Sängerin Satomi und schon hat sich diese Ausnahmeband wieder in mein Herz gespielt. Dieser Song steht auch für das, in meinen Augen, beste Livekonzert in diesem Jahr. Selten habe ich live so viel Spielfreude und Spaß erlebt, diese Band lebt regelrecht ihre verrückte Musik. Ich bin auch heute noch tief beeindruckt!

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Einen Youtube Channel, den ich wirklich jedem musikinteressierten Menschen ans Herz legen kann ist nprmusic. NPR Music steht dabei für die Musiksparte des U.S.amerikanischen Verbundes National Public Radio. Immer wieder laden sie Künstler aus aller Welt in ihr Büro, um sie dort ein kleines Konzert spielen zu lassen: den Tiny Desk Concerts. Diese Konzerte zeichnen hohe Intimität aus, die meisten Musiker geben sich hier ganz persönlich und man kann richtig spüren, wieviel Spaß sie am Musizieren haben. Hiermit möchte ich einfach mal unkommentiert meine persönlichen Highlights dieser Reihe der letzten Wochen vorstellen.

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Videoschau #3

Heute ist mir ein wenig nach Folk.

Den Anfang machen die Cave Singers. „Dancing on Our Craves“ ist einfach mitreißend, in diesem Moment wippen meine Füßen ganz wild im Takt mit.

Letzte Woche habe ich im Radio seit einer gefühlten Ewigkeit wieder „Big Yellow Taxi“ gehört. Und was soll ich sagen, wann immer ich solch 70er Jahre Musik höre, fühle ich mich in eine andere Zeit versetzt. „Big Yellow Taxi“ ist ein Song, der wunderbar eingängig daher kommt, dazu singt Mitchell mit ihrer mädchenhaften Stimme über die Vergänglichkeit der Dinge, und dass man erst realisiert, was man an ihnen hatte, wenn sie einem abhanden gekommen sind.

Aus einer anderen Zeit scheinen auch die folgenden beiden Damen. Die Musik von First Aid Kit hätte genauso in den späten 60er/frühen 70er Jahren entstanden sein können. Das ändert nichts daran, dass diese Musik wirklich toll ist. Davon konnte ich mich auch live auf dem diesjährigen Berlin Festival überzeugen.

Der letzte Song ist nicht wirklich ein Folksong, sondern eher so ein typisch melancholischer Song eines modernen Singer/Songwriters, in diesem Fall von Gus Black. Das Konzert vom Freitag ist noch in schöner Erinnerung und „Love Is A Stranger“ war für mich einfach das Highlight des Abends!

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Diese Episode der Videoschau soll im Lichte meiner kommenden Konzertbesuche stehen. Den Start macht Maike Rosa Vogel, deutsche Singer/Songwriterin aus Berlin. Vor ein paar Wochen bin ich bei radioeins auf ein Interview mit ihr gestoßen, dass mich aufhören lies. So war sie Background Sängerin bei Get Well Soon und ihre Soloaktivitäten werden durch Sven Regener (vor allem bekannt durch die wunderbaren Element of Crime) tatkräftig unterstützt. Der Einfluss vom letzteren lässt sich bei dem folgenden Song auch überhaupt nicht abstreiten, er ist auch im Video zu sehen. Der Text weißt den selben spröden Humor auf, wie man ihn von Element of Crime kennt, selbst ihr Stimme klingt fast schon ein wenig versoffen. Ok, das nehme ich zurück, ihre Musik hat dennoch ihren ganz eigenen Charme. Ich bin sehr gespannt auf ihren Auftritt am heutigen Abend.

In der kommende Woche folgt der Auftritt von Gus Black. Diesen Herrn durfte ich bereits zwei Mal sehen, beide Male im wunderbaren Objekt5 in Halle/Saale. Beim ersten Konzert war sein Sound noch um einiges rockiger, bis er dann seine offensichtliche Leidenschaft für Leonard Cohen auch in seine Musik einfließen ließ. Ich kann mich noch zu gut an das zweite Konzert erinnern, bei dem er zwei hübsche Damen als Backgroundsängerinnen dabei hatte, denen die melancholischen Songs anscheinend so ins Blut übergegangen war, dass man sie konstant in den Arm nehmen wollte. Als Zugabe schnappte er sich allein seine Gitarre und begab sich mitten ins Publikum, um dort ohne jegliche Verstärkung seine alten „Hits“ auf akkustische Weise neu zu interpretieren. Ich freue mich schon darauf, ihn nach doch etlichen Jahren wieder live zu sehen.

Die dritten im Bunde sind Wild Nothing. Diese recht junge Band aus den Staaten wird sehr häufig dem mittlerweile wohl recht beliebten Genre des Dream Pop zugerechnet. Ihr Sound erinnert mich persönlich stark an den New Wave Sound der 80er Jahre. The Cure schwingt da schon mit jedem Song mit. Das Album höre ich ganz gern nebenbei. Wie sehr sie mich live mitreißen können, wird sich zeigen.

Und zu guter Letzt noch die aktuelle Single der fabelhaften Deerhoof. Endlich endlich endlich werde ich sie Mitte November mal live sehen. Ich freue mich schon wie ein kleines Kind auf diese außergewöhnliche Band!

Und weil es so schön ist, noch ein älterer Song hinterher:

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Videoschau #1

Ich komme diese Woche doch nicht mehr zum Schreiben des geplanten Artikels über meine neue Lieblingsband. Denn die nächsten beiden Tage bin ich auch damit beschäftigt die Messehallen in Essen unsicher zu machen. Bis dahin rufe ich einfach mal die „Videoschau“ *Taadaaa* ins Leben, d.h. ich poste ein paar Videolinks, schreib kurz etwas zu jedem Video und ihr freut euch! *hoffentlich*

Den Anfang macht The Mae Shi – Run to Your Grave. Elektro Noise Rock aus L.A., ich bin eigentlich nur darauf aufmerksam geworden, weil in diesem Video min. zwei Member von HEALTH mit herumtanzen. Der Song stellte sich dann auch noch als sehr Gute-Laune-verbreitend dar. Erstes Reinhören in die Alben haben mich auch neugierig gemacht.

Wer oder was ist eigentlich HEALTH? NOOOOOOOOooooiiiiiiiiiiiiiiIIIIISSsse!

Und zu guter Letzt noch ein Video der formidablen und einfach grandiosen Band Deerhoof. Die Karte für das wohl einzige Deutschland Konzert in diesem Jahr in Berlin habe ich heute bestellt. Nun sehe ich sie endlich auch mal live. Yippie!!!

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