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Es ist nicht das erste Mal, dass ich über die tollen Dead Wolf Club schreibe. Aber hiermit, viel später als geplant, möchte ich das bereits im Februar erschienene, zweite Album dieser NoiseRock Combo aus England vorstellen. Besser spät als nie.
RAR knüpft dort an, wo das Debut Dead Wolf Club aufgehört hatte, doch das zweite Album klingt im Vergleich ein ganzes Stück reifer. Das liegt zum Einen an dem ausgereifteren Songwriting und zum Anderen ist die Produktion deutlich gelungener als noch auf dem Erstlingswerk. Produktionstechnisch ist man immer noch weit entfernt vom Indie-Mainstream und das ist auch gut so. Der kleine Hang zum Unperfekten tut den Songs gut, die sich irgendwo zwischen Wave, Noise Rock und Post Punk, die Band selbst nennt es Dark Punk, bewegen. Von Zeit zu Zeit schimmert auch eine gewisse Poppigkeit durch, wie bspw. bei dem Song „Go“. Der Fokus von Dead Wolf Club liegt aber eindeutig bei den lauteren Tönen, oder besser gesagt dem Wechsel zwischen Laut und Leise. So ist die erste Single, „Strange Letters“, ein wunderbares Beispiel dafür, was den Hörer auf diesem Album erwartet.

Mit diesem Song zeigt sich auch die Stimmung, die dem Hörer, zumindest beim ersten Hören, entgegensspringt. Der Sound ist agressiv! Wut scheint ein treibendes Motiv zu sein. Aber umso mehr man sich auf diese Platte einlässt, hört man auch die anderen Seiten ihrer Musik und findet die Feinheiten hinter dem Krach. So kommt „A vs E“ deutlich relaxter daher und stilistisch irgendwo zwischen Shoegaze und Wave schwingt.

Neben den bereits genannten Titeln, seien noch „Dance To The Conflict“, dass vor allem durch den Wechselgesang zwischen Bassistin Martha und Sänger/Gitarrist John zu gefallen weiß, und der Song „Guerro“, der sich mit schnarrender/m Gitarre/Bass langsam aufbaut und auch durch den Sprechgesang ein klein wenig an Ikara Colt (Kennt die eigentlich noch jemand?) in Slow Motion erinnert, hervorgehoben.

RAR ist rundum gelungen! Ich kann dieses Album nur jedem ans Herz legen, der auch nur ein wenig mit Noise Rock und Post Punk etwas anfangen kann. Sicher wird hier nicht das Rad neu erfunden, aber dafür punktet dieses Werk mit einer wunderbar rauen Produkt, ordentlich Herzblut und vor allem: guten Songs! Kaufen!

Und nun noch zu einem kleinen Anliegen:

Die Band versucht gerade auf PledgeMusic eine neue EP über Crowdfunding zu finanzieren. Die Aktion läuft nur noch bis Mittwoch und wer der oben vorgestellten Musik etwas abgewinnen kann, möchte sich ja vielleicht daran beteiligen und wenn es nur die 5 Pfund Sterling sind, für die man die neuen Songs als Download erhält. Ihr könnt diese junge Band sehr glücklich machen!

http://www.pledgemusic.com/projects/deadwolfclub

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Etwas mysteriös kommt der Name daher: Ry X / Frank Wiedemann present The Howling. Dahinter verstecken sich Ry Cumming, seines Zeichens australischer Singer/Songwriter, und Frank Wiedemann, die eine Hälfte vom Deep-House-Projekt Âme. Und genau diese beiden Welten, Singer-Songwriter und Deep-House, vereinen sich zu dem wunderbaren Song namens „Howling“. Die inoffizielle Hymne des diesjährigen MELT! Festivals zeichnet sich durch einen hypnotischen, entspannten Beat aus, der von dem ebenso entspannten, repetitiven Spiel einer Akustikgitarre begleitet wird und einem Gesang, der fragiler nicht sein könnte. Diese Melange ist ein echter Ohrwurm und für mich vielleicht DER Song des Sommers! Ich ärgere mich förmlich, dass ich diesen Act am MELT!-Festival-Samstag sträflich ignoriert habe!

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Noch vollkommen überwältigt und kaputt vom Wochenende, das tolle MELT! Festival hat um 2 Uhr nachts die Pforten geschlossen, trete ich langsam den Heimweg an. Ein oder mehrere Berichte dazu folgen in den nächsten Tagen.

Stattdessen stelle ich heute eine junge Band aus London vor, die dem Post Punk bzw. Noise Rock zugordnet werden können. Einfach mal reinhören!

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Einer der Highlights der Breminale am vergangenen Wochenende waren The Monotrol Kid aus Belgien. Die Jungs um den Singer-Songwriter Erik Van den Broeck spielten vor einem recht übersichtlichen Publikum am letzten Tag des „umsonst und draußen“-Festivals in Bremen, doch die dort Anwesenden waren vom dargebotenen Folk Rock, der weitesgehend auch dem Americana zugeordnet werden darf, stark begeistert. Es sei dabei angemerkt, dass die Band musikalisch und stimmlich schon ein wenig an R.E.M. erinnert. Noch in diesem Jahr soll das zweite Album My Talk My Song erscheinen. Der hier ausgesuchte Song „Tuscan Moon“ entstammt der Vorab-EP The Merchant und verdeutlicht, welche musikalische Richtung beim neuen Album eingeschlagen wird. Sehr zu empfehlen ist aber auch das Debut What About The Finches, das noch als verträumtes, reines Singer-Songwriter-Album daher kam.

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Suuns – 2020

Ich prophezeie hiermit, dass Suuns das neue große Ding in Sachen leicht experimentellem und tanzbarem Indie, nach Alt-J und Django Django, werden. Ja, die Band aus Montreal existiert schon ein paar Jahre, aber so richtig Beachtung finden sie erst jetzt mit ihrem zweiten Album Images Du Futur, das in diesem Jahr erschienen ist.
„2020“ ist so ein Song, der mich sofort gefangen hat. Hyptnotisierend, monoton, stampfend. Wer kann dabei seine Beine im Zaum halten?

P.S. Übrigengs, auch Suuns sind auf dem Haldern Pop Festival 2013 vertreten. Dieses Festival wird so phänomenal!

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Es sind keine zwei Monate mehr bis das Haldern Pop Festival startet. Dieses Festival besticht durch eine überschaubare Besucherzahl und eine besonders relaxten Atmosphäre. Ein Paradies für Indie-Freaks, die es gerne etwas ruhiger mögen, und das spiegelt sich auch im LineUp wieder. Eine der Bands, die aus dieser „ruhigen Masse“ heraussticht ist Metz aus Toronto, Kanada. Ihr Markenzeichen ist kraftstrotzender Noise Rock: laut, kompromisslos, messerscharf und liebevoll in kurze Punksongs verpackt. Ihr Debut ist eine meiner meistgehörten Platten in den letzten Monaten und ich kann den Auftritt der drei Herren anfang August kaum erwarten. Nun denn, so eröffne ich das Wochenende mit „Kopfschmerzen“.

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COVER-comingbacksoon-jpg Minimal choral ist der Empfang in ein Album, das schon mit dem ersten echten Song „Parades“ klar macht: hier beherrscht der Blues das Geschehen. Genauso klassisch mutet auch die Besetzung aus Gitarre/Gesang (Martin Arlo Kroll) und Schlagzeug (Johannes Woodrow Wagner) an, doch die Musik der Great Faults geht über die Grenzen des normalen Blues Rocks hinaus. Die Gitarre krächzt und stöhnt, aber schwingt auch immer wieder mal ganz gelassen, wie beim Song „Childsname“, oder tanzt, wie beim Folgestück „Ring“. Dazu bringt das Schlagzeug eine ganz eigene Dynamik in den Sound der Band. Das macht dann auch den gehörigen Unterschied zu den bekannten, modernen Blues Duos, wie bspw. den White Stripes oder den Black Keys, aus. Der Stil der Great Faults ist dagegen stark beeinflusst durch den Indie Rock in seiner Breite, d.h. den Hörer erwartet quasi eine melodieverliebte Abwandlung des Blues, der seine Schwere abgelegt hat, stattdessen eher locker daherkommt und stellenweise zu überraschen vermag. So erinnert der ein oder andere Song bspw. an den Stil der Kings of Leon, nur dass der Hörer hier nicht von einer Soundwand erschlagen wird. Bei der Produktion hat man sich auf das Wesentliche konzentriert, das klingt vor allem ehrlich und lässt erahnen, dass die Jungs auch live einiges drauf haben. Man merkt, sie beherrschen ihre Instrumente und der Gesang von Martin Arlo Kroll, manch einer kennt ihn vielleicht noch von seiner Band Chelsy, sei hiermit noch ausdrücklich positiv erwähnt.

Mit Coming Back Soon legen The Great Faults aus Mülheim an der Ruhr ein sehr gutes Debut vor. Es zeigt, dass in der deutschen Indieszene einfach mehr geht als nur der so weit verbreitete Betroffenheitspop. Hier ist kein Pathos zu spüren, stattdessen eine ordentliche Portion Spielfreude. Das gesamte Album ist stimmig und vor allem kurzweilig. Daumen hoch!

The Great Faults – Coming Back Soon

erscheint am: 28.06.2013
Anspieltipps: „Ring“, „No, No“, „Timetable“
http://www.thegreatfaults.de

Und Außerdem:
Wer die beiden live erleben möchte, hat die Möglichkeit sie auf der derzeit laufenden Tour zu erwischen:

08/06 Kleve, Radhaus
13/06 Köln, Tsunami
15/06 Emmerich, Rock Over Festival
15/06 Bonn, Kult 41
27/06 Essen, Templebar
28/06 Göttingen, Pools
29/06 Berlin, Trickster
20/07 Burg Herzberg Festival
25/10 Stockholm, Southside

greatfaultsbandpic

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