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Gestern kam die offizielle Nachricht auf Facebook: The Kabeedies sind tot, es lebe Keep Up

Heute folgte gleich das Video zur ersten Single „Ah Tonight“. Nachdem Sängerin und Mittelpunkt der Band, Katie Allard, The Kabeedies im Juli des letzten Jahres verlassen hatte, haben sich die drei verbleibenden Jungs, Evan Jones, Rory Hill und Francis Bell, mit Christian Daniels keinen Ersatz, sondern eher eine Verstärkung besorgt. Ende Mai konnte ich die vier Jungs noch unter dem alten Namen live erleben. Klar, vermisste man im ersten Moment die kleine quirliche Katie, aber ihren Gesang übernahm größtenteils Basssist Roary und der machte seine Sache sogar ziemlich gut. Es wurden auch wenige neue Songs präsentiert. Jedenfalls fiel schon dort auf, dass ihre Musik vom 50s-angehauchten, leichten Indie Pop mehr in Richtung Gitarrenmusik gerückt ist. Und genau da ist auch der Stil von Keep Up anzusiedeln. „Ah Tonight“ ist rockiger als das, was man von The Kabeedies kennt, aber dieser Song verfügt immer noch über diese Leichtigkeit und gewissen Aufforderungsfaktor, der fast jeden zum Tanzen verleitet.

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Es ist nicht das erste Mal, dass ich über die tollen Dead Wolf Club schreibe. Aber hiermit, viel später als geplant, möchte ich das bereits im Februar erschienene, zweite Album dieser NoiseRock Combo aus England vorstellen. Besser spät als nie.
RAR knüpft dort an, wo das Debut Dead Wolf Club aufgehört hatte, doch das zweite Album klingt im Vergleich ein ganzes Stück reifer. Das liegt zum Einen an dem ausgereifteren Songwriting und zum Anderen ist die Produktion deutlich gelungener als noch auf dem Erstlingswerk. Produktionstechnisch ist man immer noch weit entfernt vom Indie-Mainstream und das ist auch gut so. Der kleine Hang zum Unperfekten tut den Songs gut, die sich irgendwo zwischen Wave, Noise Rock und Post Punk, die Band selbst nennt es Dark Punk, bewegen. Von Zeit zu Zeit schimmert auch eine gewisse Poppigkeit durch, wie bspw. bei dem Song „Go“. Der Fokus von Dead Wolf Club liegt aber eindeutig bei den lauteren Tönen, oder besser gesagt dem Wechsel zwischen Laut und Leise. So ist die erste Single, „Strange Letters“, ein wunderbares Beispiel dafür, was den Hörer auf diesem Album erwartet.

Mit diesem Song zeigt sich auch die Stimmung, die dem Hörer, zumindest beim ersten Hören, entgegensspringt. Der Sound ist agressiv! Wut scheint ein treibendes Motiv zu sein. Aber umso mehr man sich auf diese Platte einlässt, hört man auch die anderen Seiten ihrer Musik und findet die Feinheiten hinter dem Krach. So kommt „A vs E“ deutlich relaxter daher und stilistisch irgendwo zwischen Shoegaze und Wave schwingt.

Neben den bereits genannten Titeln, seien noch „Dance To The Conflict“, dass vor allem durch den Wechselgesang zwischen Bassistin Martha und Sänger/Gitarrist John zu gefallen weiß, und der Song „Guerro“, der sich mit schnarrender/m Gitarre/Bass langsam aufbaut und auch durch den Sprechgesang ein klein wenig an Ikara Colt (Kennt die eigentlich noch jemand?) in Slow Motion erinnert, hervorgehoben.

RAR ist rundum gelungen! Ich kann dieses Album nur jedem ans Herz legen, der auch nur ein wenig mit Noise Rock und Post Punk etwas anfangen kann. Sicher wird hier nicht das Rad neu erfunden, aber dafür punktet dieses Werk mit einer wunderbar rauen Produkt, ordentlich Herzblut und vor allem: guten Songs! Kaufen!

Und nun noch zu einem kleinen Anliegen:

Die Band versucht gerade auf PledgeMusic eine neue EP über Crowdfunding zu finanzieren. Die Aktion läuft nur noch bis Mittwoch und wer der oben vorgestellten Musik etwas abgewinnen kann, möchte sich ja vielleicht daran beteiligen und wenn es nur die 5 Pfund Sterling sind, für die man die neuen Songs als Download erhält. Ihr könnt diese junge Band sehr glücklich machen!

http://www.pledgemusic.com/projects/deadwolfclub

Etwas mysteriös kommt der Name daher: Ry X / Frank Wiedemann present The Howling. Dahinter verstecken sich Ry Cumming, seines Zeichens australischer Singer/Songwriter, und Frank Wiedemann, die eine Hälfte vom Deep-House-Projekt Âme. Und genau diese beiden Welten, Singer-Songwriter und Deep-House, vereinen sich zu dem wunderbaren Song namens „Howling“. Die inoffizielle Hymne des diesjährigen MELT! Festivals zeichnet sich durch einen hypnotischen, entspannten Beat aus, der von dem ebenso entspannten, repetitiven Spiel einer Akustikgitarre begleitet wird und einem Gesang, der fragiler nicht sein könnte. Diese Melange ist ein echter Ohrwurm und für mich vielleicht DER Song des Sommers! Ich ärgere mich förmlich, dass ich diesen Act am MELT!-Festival-Samstag sträflich ignoriert habe!

Noch vollkommen überwältigt und kaputt vom Wochenende, das tolle MELT! Festival hat um 2 Uhr nachts die Pforten geschlossen, trete ich langsam den Heimweg an. Ein oder mehrere Berichte dazu folgen in den nächsten Tagen.

Stattdessen stelle ich heute eine junge Band aus London vor, die dem Post Punk bzw. Noise Rock zugordnet werden können. Einfach mal reinhören!

Einer der Highlights der Breminale am vergangenen Wochenende waren The Monotrol Kid aus Belgien. Die Jungs um den Singer-Songwriter Erik Van den Broeck spielten vor einem recht übersichtlichen Publikum am letzten Tag des „umsonst und draußen“-Festivals in Bremen, doch die dort Anwesenden waren vom dargebotenen Folk Rock, der weitesgehend auch dem Americana zugeordnet werden darf, stark begeistert. Es sei dabei angemerkt, dass die Band musikalisch und stimmlich schon ein wenig an R.E.M. erinnert. Noch in diesem Jahr soll das zweite Album My Talk My Song erscheinen. Der hier ausgesuchte Song „Tuscan Moon“ entstammt der Vorab-EP The Merchant und verdeutlicht, welche musikalische Richtung beim neuen Album eingeschlagen wird. Sehr zu empfehlen ist aber auch das Debut What About The Finches, das noch als verträumtes, reines Singer-Songwriter-Album daher kam.

Suuns – 2020

Ich prophezeie hiermit, dass Suuns das neue große Ding in Sachen leicht experimentellem und tanzbarem Indie, nach Alt-J und Django Django, werden. Ja, die Band aus Montreal existiert schon ein paar Jahre, aber so richtig Beachtung finden sie erst jetzt mit ihrem zweiten Album Images Du Futur, das in diesem Jahr erschienen ist.
„2020“ ist so ein Song, der mich sofort gefangen hat. Hyptnotisierend, monoton, stampfend. Wer kann dabei seine Beine im Zaum halten?

P.S. Übrigengs, auch Suuns sind auf dem Haldern Pop Festival 2013 vertreten. Dieses Festival wird so phänomenal!

METZ – Headache

Es sind keine zwei Monate mehr bis das Haldern Pop Festival startet. Dieses Festival besticht durch eine überschaubare Besucherzahl und eine besonders relaxten Atmosphäre. Ein Paradies für Indie-Freaks, die es gerne etwas ruhiger mögen, und das spiegelt sich auch im LineUp wieder. Eine der Bands, die aus dieser „ruhigen Masse“ heraussticht ist Metz aus Toronto, Kanada. Ihr Markenzeichen ist kraftstrotzender Noise Rock: laut, kompromisslos, messerscharf und liebevoll in kurze Punksongs verpackt. Ihr Debut ist eine meiner meistgehörten Platten in den letzten Monaten und ich kann den Auftritt der drei Herren anfang August kaum erwarten. Nun denn, so eröffne ich das Wochenende mit „Kopfschmerzen“.